- Metall- und allergiefrei:
Zirkonoxid gilt als biochemisch inert. Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber Vollkeramik sind nicht bekannt, was Keramikimplantate besonders für metallsensible Patienten attraktiv macht. - Geringere Plaque-Anlagerung:
Die sehr glatte Keramikoberfläche führt zu einer geringeren bakteriellen Besiedelung. Das Zahnfleisch legt sich eng an, wodurch Entzündungen wie Periimplantitis reduziert werden können. - Keine „Mundbatterie“-Effekte:
Da kein Metall im Spiel ist, entfallen potenzielle galvanische Effekte zwischen verschiedenen Metallen im Mund – etwa zwischen Titan und anderen metallischen Restaurationen. - Korrosionsbeständig und chemisch stabil:
Zirkonoxid wird von Mundbakterien und anderen dentalen Werkstoffen nicht angegriffen und bleibt langfristig stabil. - Biologisch unauffällig:
Es werden keine Materialspuren an den Organismus abgegeben. - Natürliche Optik:
Zirkonoxid ist zahnfarben bis weiß. Dadurch kann das Material insbesondere bei dünnem Zahnfleisch eine unauffällige Ästhetik unterstützen.
Ein Zahnimplantat ist eine hochwertige Lösung, wenn es darum geht, einen verloren gegangenen Zahn zu ersetzen. Viele Patientinnen und Patienten, die durch eine Erkrankung, einen Unfall oder altersbedingt einen Zahn verloren haben, entscheiden sich genau dafür. Doch damit hört es noch nicht auf: Aus welchem Material soll das Implantat bestehen – Keramik oder Titan?
In diesem Beitrag erklären wir Ihnen die Unterschiede beider Materialien, damit Sie sich ein eigenes Bild davon machen können, was besser zu Ihnen passt.
Unterschied zwischen Keramik- und Titanimplantaten
Bereits in den 1960er-Jahren wurden erste Keramikimplantate entwickelt – sie wurden jedoch zunächst wieder verworfen, da sich seit den 1980er-Jahren Titan als bewährtes Standardmaterial in der Zahnmedizin etablierte. In den meisten Fällen kommt dabei Reintitan zum Einsatz, bei besonders hohen Festigkeitsanforderungen auch Titanlegierungen.
Mit der Einführung von Zirkonoxid (ZrO₂) in den 2000er-Jahren begann dann eine neue Generation der Keramikimplantate, die eine deutlich verbesserte Bruchfestigkeit und Biokompatibilität mitbrachte. Zirkonoxid ist eine Hochleistungskeramik, die hoher Belastung standhält, kaum Wärme leitet und sehr gut vom Körper vertragen wird.
Moderne Zirkonoxid-Implantatsysteme sind wissenschaftlich gut untersucht und breit am Markt verfügbar. Sie erreichen heute Überlebensraten von etwa 98 Prozent über zwei Jahre – ein Wert, der durchaus mit Titan vergleichbar ist.
Keramik- und Titanimplantate unterscheiden sich vor allem in Biokompatibilität, mechanischen Eigenschaften, Einheilzeit, Ästhetik und Kosten. Beide Materialien sind etablierte, hochwertige Optionen mit jeweils eigenen Stärken. Keramik besticht dabei vor allem durch ihre metallfreie, praktisch allergiefreie und biochemisch inerte Beschaffenheit.
Welches Material ist die optimale Wahl?
Sowohl Titan- als auch Keramikimplantate gelten als hervorragende Lösungen im Bereich des Zahnersatzes. Je nach individuellen Voraussetzungen und Wünschen kann sich jedoch ein Keramikimplantat besonders lohnen.
Für wen eignen sich Keramikimplantate?
Ein Keramikimplantat kann besonders interessant für Patientinnen und Patienten sein, die Wert auf eine metallfreie Versorgung legen oder von den spezifischen Materialeigenschaften von Zirkonoxid profitieren möchten.
Dazu gehören unter anderem:
- Wunsch nach einer metallfreien Implantatlösung
- Bekannte oder vermutete Metallunverträglichkeit
- Dünnes Zahnfleisch oder einer Neigung zu Zahnfleischrückgang
- Der Wunsch nach biologischer Inertheit und möglichst geringer Plaque-Anlagerung
Beratung bei Will + Mai
Sie möchten wissen, ob ein Keramikimplantat für Sie infrage kommt?
Als spezialisierte Praxisklinik in Würzburg setzen wir bei Will + Mai auf Keramikimplantate, die durch ihre hervorragende Biokompatibilität und natürliche Ästhetik überzeugen. Die Versorgung erfolgt mit moderner, minimalinvasiver Implantationstechnik und orientiert sich an hohen Qualitätsstandards, um eine langfristig stabile und funktionale Lösung zu gewährleisten.
Dabei ist uns wichtig: Ein Keramikimplantat ist nicht automatisch für jede Situation die richtige Wahl. Ob es zu Ihrer individuellen Ausgangslage passt, klären wir in einem persönlichen Beratungsgespräch – gemeinsam wägen wir Titan, Keramik und weitere metallfreie Optionen ab und finden die Lösung, die wirklich zu Ihnen passt.